Wenn Natur und menschliches Handeln aufeinandertreffen und sich harmonisch entwickeln, passiert etwas Zauberhaftes: Es ist, als nehme die Landschaft die Spuren des Menschen in sich auf, in einer natürlichen, ausgeglichenen und stetigen Evolution.
Aus diesem Grund schützt UNESCO die Orte, die dieses bezaubernde Gleichgewicht verkörpern. Wie auch im Falle des Naturparks „Riserva della Biosfera Alpi Ledrensi e Judicaria“: Eine herausragende Schatztruhe voller kultureller und naturalistischer Vielfalt, die das Ledrotal, Tenno und Comano mit einschließt und die alpine und die mediterrane Welt verschmelzen lässt.
Die Region des Garda Trentino hat die Anerkennung „UNESCO Biosphäre“ im Programm „Der Mensch und die Biosphäre“ (aus dem Englischen „Man and the Biosphere“, kurz MAB) erhalten. Dabei handelt es sich um ein zwischenstaatliches, wissenschaftliches Umweltprogramm aus dem Jahr 1971, das Formen einer umweltgerechten Entwicklung global fördert – wobei jene Strategien bevorzugt werden, die in der Lage sind, die biologische und kulturelle Diversität zu erhalten.
Auf einer Luftlinie von nur 30 km beherbergt dieses Territorium, eingebettet zwischen Gardasee und Brenta-Dolomiten, sehr unterschiedliche Lebensräume. Von Dolomitengipfeln und Hochalmen zur Flusslandschaft entlang des Sarca; von den Terrassierungen und Olivenhainen im Gebiet um Tenno über das natürliche Amphitheater der Giudicarie Esteriori hin zu den engen Alpentälern des Ledrotals: Diese Landschaften zu durchqueren kommt einer Reise zwischen Alpen und Mittelmeer gleich.
Es zählt jedoch weit mehr als nur der Umweltfaktor: Die Anerkennung der UNESCO würdigt auch die Tätigkeit des Menschen und seine Fähigkeit, sich harmonisch in die Landschaft einzugliedern.
In dieser hat die Beziehung zwischen Mensch und Natur, wie historische und archäologische Zeugnisse beweisen, seine Spuren hinterlassen – und tut dies noch immer. Von den Pfahlbauten von Ledro und Fiavé, die selbst bereits Teil des UNESCO Weltkulturerbes sind, zu den Terrassierungen von Tenno, von kleinen, ländlichen Dörfern zu Schlössern, von geordneten Feldern zu gepflegten Wäldern – sie alle sind Zeichen des Respekts und der unauflöslichen Verbindung zwischen Alltagsleben und Umwelt.
Heute wird dieses unglaubliche geschichtliche und naturalistische Erbe von tüchtigen Menschen verwaltet, die sich, je nach Kompetenzen und Spezifizierungen, um seinen Schutz und seine Aufwertung kümmern – unterstützt werden sie dabei von zahlreichen örtlichen Verbänden und Vereinen, die in der Region aktiv sind.
Dieser Beitrag wurde in der dritten Ausgabe von BLU, dem Magazin des Garda Trentino, veröffentlicht. Er ist der UNESCO-Biosphärenregion Alpi Ledrensi e Judicaria gewidmet – einem Gebiet, in dem Natur und menschliches Handeln im Einklang bestehen und einen bewussten Lebensstil im Einklang mit der Landschaft erzählen. Mehr dazu auf der Seite zur Nachhaltigkeit.