Der Monte Brento ist historisch mit einem gewaltigen Bergsturz verbunden, der der Legende nach die antike Stadt Kas unter sich begrub. Heute ist er vor allem als einer der bekanntesten Base-Jumping-Spots der Welt berühmt: Der spektakuläre Absprungpunkt „Becco dell’Aquila“ zieht Sportlerinnen und Sportler aus aller Welt an, die hier einen freien Fall von rund 1.300 Metern erleben.
Eine nahezu unberührte Naturlandschaft
Der Monte Brento zeichnet sich durch eine ursprüngliche, kalksteinige Felslandschaft aus, die weitgehend unberührt geblieben ist. In den Felsspalten wächst eine typische Pioniervegetation, begleitet von einzelnen Pflanzen oder kleinen Gruppen von Steineichen.
Über den senkrechten Felswänden erstrecken sich trockene Grasbänder mit Beständen wärmeliebender Buchen, während sich am Fuß des Berges überwiegend ein Wald aus Schwarzkiefern ausbreitet. Ein vielschichtiges Mosaik aus Lebensräumen, das den besonderen Charakter dieses Ortes prägt.
Der Monte Brento ist Teil des europäischen Netzwerks Natura 2000 und als Besonderes Schutzgebiet (ZSC) ausgewiesen. Ausschlaggebend dafür sind das Vorkommen seltener Tierarten, die sich hier fortpflanzen, sowie bedeutende Relikte aus der Eiszeit, die diesen Naturraum zu einem Gebiet von hohem ökologischem Wert machen.