Die Widmung an den heiligen Vigilius, den ersten Bischof von Trient und Schutzpatron der Region, weist auf sehr frühe Ursprünge hin.
Die Kirche dürfte auf das 5. Jahrhundert zurückgehen und gehört damit zu den ältesten Sakralbauten der Gegend.
Die ersten schriftlichen Erwähnungen stammen aus späterer Zeit: 1194 wird die Kirche erstmals urkundlich genannt, 1203 erscheint sie als Kollegiatkirche, was ihre Bedeutung innerhalb der Gemeinschaft unterstreicht.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude mehrfach umgestaltet. Romanische Elemente sind noch heute im Glockenturm erkennbar, der zu den ältesten erhaltenen Teilen gehört.
Ab dem 16. Jahrhundert wurde die Kirche erweitert und neu ausgerichtet.
Aus dieser Phase stammen das Portal mit dem Wappen der Familie Madruzzo sowie ein besonderes Detail: eine Holzstatue des heiligen Vigilius mit Bart im Tympanon, eine ungewöhnliche Darstellung in Trentino.
Der Erste Weltkrieg hinterließ deutliche Schäden. In der Nachkriegszeit wurde die Kirche restauriert und im Inneren mit zwölf Apostelmedaillons von C. Giustiniani (1920–21) neu gestaltet.
Weitere Erweiterungen nach dem Zweiten Weltkrieg führten zur heutigen Form mit Seitenkapellen, vergrößerter Apsis und einer Kuppel über dem Presbyterium.