Im Ortszentrum von Calavino in der Valle dei Laghi erzählt die Kirche von einer langen Geschichte.
Als Pfarrkirche der Val di Cavedine ist sie bereits 1236 belegt, als ein romanischer Steinbau errichtet wurde, der eine ältere Holzkirche ersetzte.
Im 16. Jahrhundert ließ die Familie Madruzzo die Kirche erweitern. Aus dieser Zeit stammt die Seitenkapelle der Familie mit einem Fresko von 1549, das zehn Mitglieder der Dynastie zeigt, geschaffen von einem Künstler aus dem Umfeld Tizians. Im Inneren befindet sich außerdem ein Altarbild, das dem Maler Marcello Fogolino aus Vicenza zugeschrieben wird.
Im 18. Jahrhundert kam die Rosenkranzkapelle hinzu, die mit Darstellungen der fünfzehn Rosenkranzgeheimnisse ausgemalt ist. An der Fassade wurde bei Restaurierungsarbeiten in den 1970er-Jahren ein großes Christophorus-Fresko aus dem 15. Jahrhundert wieder freigelegt, das lange Zeit verdeckt war.
Eine Kirche mit vielen Schichten, in der du die verschiedenen Epochen noch heute klar erkennen kannst – ideal für einen kurzen, aber interessanten Zwischenstopp.