Nachbarschaft. Vision. Berufung.
Der Handel erzählt vom Wandel Arcos
Mit Arco Verticale erzählt die Fotografin Norma Todeschi vom wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel Arcos.
In einer fotografischen Reise bringt sie die Vergangenheit der Stadt mit ihrer heutigen Identität in einen Dialog.
Der Titel vereint zwei Seiten dieser Geschichte. „Verticale“ verweist zunächst auf die Felswände und das Klettern, die Arco in den vergangenen vierzig Jahren zu einem internationalen Treffpunkt der Kletterszene gemacht haben. Gleichzeitig steht der Begriff für einen wirtschaftlichen Wandel: die zunehmende Spezialisierung des lokalen Handels auf Bergsport, Klettern und Outdoor Kultur.
Nach dem Projekt Baricentri, das den Geschäften in den Stadtvierteln von Riva del Garda gewidmet war, richtet Todeschi ihren Blick erneut auf den lokalen Handel und seine Rolle bei der Entstehung der Identität einer Gemeinschaft.
Die Fotografien bringen zwei Welten zusammen, die nur auf den ersten Blick gegensätzlich erscheinen.
Auf der einen Seite stehen historische Geschäfte und Handwerksbetriebe, Orte, an denen Waren, Gesten, Beziehungen und Erinnerungen noch heute vom Alltag des lokalen Handels erzählen.
Auf der anderen Seite stehen moderne Outdoor Fachgeschäfte, die sich an eine internationale Community richten, für die Arco zu den wichtigsten Destinationen zählt.
Dabei geht es nicht um einen nostalgischen Vergleich zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Die Ausstellung folgt einem gemeinsamen roten Faden, zusammengefasst in den Worten Nachbarschaft. Vision. Berufung.: das Geschäft um die Ecke, der Pioniergeist und die heutige Spezialisierung werden zu unterschiedlichen Kapiteln derselben Geschichte.
Mit frontalen, dokumentarischen Fotografien, in denen Menschen und Räume die gleiche erzählerische Bedeutung erhalten, schafft Arco Verticale ein visuelles Archiv des Wandels.
Über den Handel hinaus erzählt das Projekt davon, wie eine Stadt ihre Identität durch das definiert, was sie bewahrt, was sie verändert und was sie sein möchte.