Vom 5. September bis 8. November widmet die Casa degli Artisti „Giacomo Vittone“ Gino Pancheri (Trient, 1905–1943) eine neue Ausstellung und setzt damit ihre in den vergangenen Jahren begonnene Auseinandersetzung mit dem Thema Frau in der Kunst fort.
Die von Roberta Bonazza kuratierte Ausstellung "Gino Pancheri. Weibliche Figuren" zeigt eine Auswahl von Werken, in denen der Trentiner Maler Frauen in ihrem Alltag porträtiert, eingebettet in ruhige, beinahe schwebende Atmosphären. Stille Figuren, häufig in Momenten des Wartens dargestellt, bringen die sanfte und zugleich intensive Bildsprache des Künstlers zum Ausdruck.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Pancheris Auseinandersetzung mit der menschlichen Figur und der Farbe neu zu entdecken. Ergänzt werden die Porträts durch einen kleinen Bereich mit Landschaftsbildern, einem weiteren wichtigen Thema seines Schaffens.
Pancheri studierte an der Accademia di Belle Arti di Brera und entwickelte seine künstlerische Sprache vor allem in den 1930er Jahren, auch durch Begegnungen mit Persönlichkeiten wie Giacomo Manzù, Carlo Carrà und dem Dichter Alfonso Gatto.
1938 zog Pancheri in die Toskana, auf der Suche nach weiteren Landschaften und wärmeren Farbtönen.
Sein künstlerischer Weg endete 1943 viel zu früh, als er bei der Bombardierung von Trient ums Leben kam.