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Verborgene Schätze - Route Rilke Promenade

Ein Spaziergang auf den Spuren des Dichters Rainer Maria Rilke, der sich im späten neunzehnten Jahrhundert mit seiner Mutter und seiner Freundin Nora Goudstikker in Arco aufhielt und hier einige Jugendgedichte schrieb. Die Strecke ist begleitet von Briefen und Gedichte Rilkes, sowie Texte aus den Reiseführern seiner Zeit.


Start: Arco Piazza S. Giuseppe (Klause von S. Paolo optional)
Ende: Vigne
Länge: 5km (2km ohne Klause)
Dauer: 3h (1,5 St. ohne Klause)
Höhenunterschied: 50 m
Schwierigkeit: mittel/einfach
Anmerkungen: Der mittlere Teil (Burg und Aufstieg zur Burg) ist für Rollstühle und Kinderwägen ungeeignet. 

1 Die Klause von San Paolo

Die Klause von San Paolo befindet sich an der Straße von Prabi und ist ein wundervolles Beispiel der sakralen Kunst mit traumhaft schönen Fresken im Innen- und Außenbereich. Die Klause ist eines der ältesten Monumente: Die Weihe des Altars am 9. April 1186 ist dokumentarisch belegt. Ein ausgesprochen einfacher Bau, in einer Nische unterhalb des Steilhangs, der auch als Wand und zum Teil als Gewölbe der Kirche fungiert, die nur aus einem Raum und einem angrenzenden Zimmer besteht, das einst für die Eremiten bestimmt war. Das Gebäude wird durch eine kleine Terrasse im Norden und eine Steintreppe vervollständigt, die teils direkt in den Fels gehauen wurde und vom Zimmer der Eremiten in einen darunter liegenden Raum führte. 

“... Auch Eremitagen gibts hier. Die interessanteste habe ich auf dem Wege nach Ceniga, einem kleinen Dörfchen im Sarcatal entdeckt. Unter einem überhängenden Fels, fast wie von der Wucht des mächtigen Schiefergesteins gedrückt, schimmert ein kapellenartiger Bau, mit steifen Fresken bemalt; unwirtliche Stufen steigen sacht zu dem wildverwachsenen Eingang, durch dessen Gitter man das Innere einer Kapelle sieht.[...] Hinter der Kapelle müssen noch 2 bis 3 Räume liegen. Die Tür neben dem Altar schattete so ungewiß und tief, daß ich jeden Augenblick das Gefühl hatte, in ihrem sanften Zurückweichen in verschrumpften Contouren die Gestalt eines alten Mönches zu sehen, das hereinfinden und mit steinerner Miene ein eisiges Totenamt feiern wird. Und während seiner Gebete werden die Kerzen leise aufflackern, Weihrauch wird aus den Becken qualmen und ein Lied wird erwachen tief im Felseingang. ...  Ich sah die alte, armselige Kapelle in müßigem Dämmer und draußen das lichte Frühlingsland, in dem die Mandelbäume ihren jungen Blütenüberfluß mit stummem Jubel hochhielten. ...”
Rainer Maria Rilke, Brief an Mathilde Nora Goudstikker, Arco, den 23. März 1897
2 Der Eingang zur Stadt

Die Hochschneezinne, schartig scharf,
loht auf wie eine Mauerkrone, 
in die lachende Nerone, 
der Morgen seine Fackel warf. 
Und wie die Flammen bis ins Blau
Sich zu  verblühten Sternen strecken,
erwacht das Tal in schönem Schrecken
und taucht empor aus Traum und Tau. 

R.M.Rilke (Arco, 19/03/1897 – Advent)

„Aller Zauber einer südlichen Landschaft liegt über das dem farben- und formenschönen Gardasee nördlich vorgelagerte fruchtbare Tal ausgegossen, das von pittoresken Bergen umrahmt ist. Über dieses großzügig entwickelte, starke Kontraste aufweisende Naturgemälde  zaubert die südliche Sonne intensive Lichter und tiefe Schatten. Hat doch schon der große deutsche Maler Albrecht Dürer um das Jahr 1500 in einem Bilde die Reize Alt-Arcos mit der damals noch stehenden Burg festgehalten.“ 
S. Ilanor, „Arco, Winter-Kurort nächst dem Gardasee„ (Ende des XIX Jahrhundert)

Der kleine Platz San Giuseppe war schon immer der Haupteingang der Stadt: hier betritt man das Zentrum von Arco, die historische Altstadt, die Halbkreisförmig rund um den Felsen der Burg liegt. Die Straßen der Innenstadt haben noch das Aussehen, dass Rilke am Ende des neunzehnten Jahrhunderts gesehen haben muss, obwohl er auch noch das Geburtshaus von Giovanni Segantini (Arco, 1858 - Maloja, 1899) am Eingang der Brücke sehen konnte, das heute nicht mehr vorhanden ist. Palazzo dei Panni, der Wohnsitz des Emanuele d'Arco, stand bereits mit strenger Miene auf dem Platz, so wie die kleine Kirche die St. Joseph gewidmet ist. 
3 Die Dächer von Arco

„Weißt du“

So ein Tal voll Düftehauchen, 
drin ein Bach mit leisem Lauf;
hinter hellen Hügeln tauchen 
Dörfer, die den Frieden rauchen, 
einsame Castelle auf. 

Und wir wandern dann wie stille
Kinder immer bachentlang
Tief in lösender Idylle.
Bitte wird mein wilder Wille
Und mein sehnen lauter Dank.

R.M.Rilke “Weißt du” (Nachgelassene Gedichte, Arco 21/3/1897)

Man steigt den Felsen hinauf, zuerst durch die enge Gasse „Vicolo delle Ere“, dann zwischen Gärten und hundertjährigen Zypressen. Der Aufstieg ist steil, doch bald öffnet sich der Blick über die typischen roten Dächer der Häuser entlang der Straßen und engen Gassen der Altstadt.

„Ein besonderes malerisches Moment erhält Arco, am Fuße des steilen Burgberges mit den malerischen zypressenüberschatteten Ruinen der ehemals stolzen Veste Arco, durch den immergrünen Schmuck seiner reichen Vegetation und besonders durch seine ausgedehnten Olivenwaldungen. Nirgends in Tirol findet man Olivenwaldungen als bei Arco. Der Blick von der Höhe des 200 Meter hohen Burgberges über die Altstadt und die moderne Gartenstadt Arco und die von der Sarca durchströmte fruchtbare Campagna nach Riva und Torbole und zum Gardasee, so weit er durch den Monte Brione sichtbar ist, ist einer der entzückendsten des ganzen Gebietes.„
S. Ilanor, „Arco, Winter-Kurort nächst dem Gardasee„ (Ende des XIX Jahrhundert)

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