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Verborgene Schätze - Route Arco Stadt der Luft

Diese Route bezieht sich auf die Zeit der Sanatorien und der Anwesenheit von Vasco Pratolini in Arco zur Behandlung, von 1933 bis 193, mit Verweisen auch auf andere Gäste dieser und anderen Autoren, die Arco in ihren Schriften zitieren. Originaltexte von Vasco Pratolini, Goffredo Parise, Gesualdo Bufalino, Sandor Marai.


Start: Arco, Krankenhaus San Pancrazio (Via Santa Caterina)
Ende: Vigne, Villa Angerer (Rückfahrt mit dem Bus der Linie 1)
Länge: 2 Km.
Dauer: 1 St.
Höhenunterschied: keinen
Schwierigkeitsgrad: Leicht
Hinweise: Geeignet für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer.

1. Krankenhaus San Pancrazio

Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts wurde es als Krankenhaus für die Behandlung von Lungenkrankheiten gebaut. Es ist das erste dieser Art, in einer Zeit als der Ruf von Arco als Sanatoriumstadt noch kommen sollte. Sicherlich waren die gesunde Luft und das ausgezeichnete Klima als effektive Behandlung von Lungenerkrankungen gesehen, sowie die Möglichkeit von Wander- und Wellness-Therapien um sich vom Alltagsstress zu erholen, aber Lungenkranken waren nicht in den Luxus-Hotels des Kurort akzeptiert (mit Ausnahme einiger sehr bedeutende Gäste, von deren Krankheit man öffentlich nicht sprach).Also entstand, dank der Schwestern der Nächstenliebe des Heiligen Kreuzes ein echtes Krankenhaus für die Behandlung von Tuberkulose nach den neuesten Therapien, etwas abseits von der gehobenen Gesellschaft. Es öffnete im September 1902 und ist heute immer noch ein Krankenhaus, besonders im Rahmen der Rehabilitation tätig. In den frühen dreißiger Jahren wurde dort der bekannte römische Maler Scipione (Gino Bonichi) eingeliefert: ihm gelang es nicht seine Krankheit zu überwinden und er starb in diesem Krankenhaus am 9. November 1933.

“Die Stadt ist die Heimat von Segantini, und heute noch ein Kurort. Dort starb ein Maler der viel näher an meinem Herzen lag: Scipione; und die Frau, von der ich erzählen werde, konnte er nur von seinem Krankenfenster zu sehen. Sehen sollten sie seine "Männer die sich umdrehen", und vielleicht auch aus diesem Grund haben Sie das Schreckliche Gesicht der Sündigen und Henkern.Das Sanatorium in dem wir uns befanden, lag etwa fünfzig Meter vom Sanatorium, wo Scipione sterben sollte. Beide Gebäude lagen isoliert auf einer Allee außerhalb der Ortschaft, halb mit Draht und halb mit Hecke umzäunt. Zwischen der Allee und der Stadt lagen Felder und die Eisenbahn: weiter hinten, auf einem Hügel, stieg ein Weg auf den Gipfel eines Berges zu einer alten Burgruine. Beim Sterben jedoch sah Scipione den Berg nicht; Den letzten Blick, den er von der Natur je hatte, waren die Felder, die Platanen der Allee, der Himmel tief am Horizont, immer grau, manchmal dunkel - dunkelblau oder schwarz; und in diesem Licht die spürbare Anwesenheit des Gardasees, hinter den Feldern und den Häusern, in der Ferne wo das Pfeifen des Zuges verloren ging. [Ich hätte mich an Scipione nicht erinnert, währe es nicht für dieses  Licht im Winter nach seinem Tod, gewesen, stimmlos jedoch so sehr sein eigenes, für das ihm keine Zeit blieb, es zu malen; außer jene "Männer, die sich umdrehen", die in seinem Krankenzimmer hingen und die seit jeher, über Jahre und Jahre hinweg, seit ich sie selber auch entdecken sollte, an diese Frau gebunden sind. Sie drehen sich nach mir und meinen vier Begleitern um.]”
Vasco Pratolini, Männer, die sich umdrehen (aus dem “Sentimentalen Tagebuch, A. Mondadori, 1993)
2. MAR Bahnhof

Die Eisenbahn Mori-Arco-Riva, besser bekannt unter der Abkürzung “MAR” wurde am 28. Januar 1891 mit einem ganzen Tag mit Zeremonien und Feierlichkeiten eingeweiht.Die Chroniken der Zeit erzählen uns von den vielen anwesenden Behörden, das Mittagessen das im Hotel Nelböck angeboten wurde (dieses Haus befand sich in der Via delle Magnolie, und wurde im Laufe der Zeit zuerst Sanatorio delle Palme und dann das Krankenhaus Armanni, vor kurzem stillgelegt) und von der Tanz Party die in Arco an jenen Abend stattfand. Diese Eisenbahnverbindung vor allem für die neuen und reichen Besucher des Kurorts, die über den Brenner kamen um die Wintermonate in Arco zu verbringen, entstanden, blieb aber Betrieb bis 1936 in betrieb, und transportierte viele Gäste der Sanatorien in die Stadt – zu denen sich die Stadt nach dem Einbruch der Donaumonarchie und der Belle Epoque gewandt hatte. Nachdem die Eisenbahnlinie gestrichen wurde, wurde ein "Auto-Service" eingerichtet, wie es die Presse der Zeit mit etwas Unmut nannte. Heutzutage wir der alte Bahnhof der MAR, der größte in der Umgebung, als Busstation der öffentlichen Verkehrslinien immer noch genutzt. 

“Der Ort schien im Schnee verloren, und die Bewohner aus Melancholie ausgewandert. Franco sagte: "Du weißt wie ein Baum zu Schweigen". Sein Vorwurf half dem Gespräch nicht. Er fuhr fort: "Es scheint so als ob alles hier zu Ende geht, mit uns. Doch ich weiß, dass eine Viertelstunde mit dem Zug entfernt der See liegt. Und eine Stunde entfernt ist die Stadt, mit den Kinos, den Häusern, den Menschen zu Fuß im Schnee. Wenn ich dann mit meinem Zug weit fahre, und ich viele Stunden auf den Zug bin, mein Dorf da ist. Ich weiß, dass mein Dorf noch lebt. Die Fischerboote kehren vom Fang zurück, die Männer gehen in ein Kaffee, das ich kenne - es gibt sogar einen Billardtisch mit Kugeln – und schlucken heißen Getränke hinunter, um sich zu erholen. Noch weiter unten ist Sizilien."
Vasco Pratolini, Notizbuch eines Genesenden 1935-1936 (aus dem “Sentimentalen Tagebuch, A. Mondadori, 1993)

Download die App um mehr über diese Route zu erfahren...

 
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